Der Kulturverein Papenteich wird 10 Jahre alt.

Eine Übersicht über die Lebenszeit des Vereins:

Nach einer Vorlaufzeit von nur 4 Monaten wurde der Kulturverein am 12. März 1998 als Kulturverein Meine und Umgebung e. V. gegründet. Gemäß der Satzung hat der gemeinnützige Verein die Aufgabe, als Träger für kulturelle Veranstaltungen wie Konzerte, Theater, literarische und wissenschaftliche Vorträge sowie Kunstausstellungen für die gesamte Bevölkerung im Papenteich zu handeln. Gründungmitglieder waren Ingrid Richter, Sabine Wendland, durch deren juristischen Beistand die inzwischen praxisbewährte Satzung entstand, Heiderose Langanke, Rosemarie Schuck, Peter Hain, Marianne Göldenitz, Karin Guillaume, Sigrun Clark, Anneli Sartiono, Dr. Ulrich-Dieter Standt, Adelheid Standt, Marilis Stöhr, Karin Nesemann, Herta Findeiß und Emmy Samek, die auch das Logo des Vereins entworfen hat.

Der Gründungsvorstand bestand aus Ingrid Richter als 1. Vorsitzender, Sabine Wendland als 2. Vorsitzender, Heiderose Langanke als Kassenwartin und Rosemarie Schuck als Schriftführerin, fünf Beisitzer ergänzen den Vorstand. Da der Verein im gesamten Papenteich tätig werden wollte, wurde der Name in „Kulturverein Papenteich in Meine e. V.“ umbenannt.

Der junge Verein fand sehr schnell private und kommunale Unterstützung, die konti-nuierliche Förderung durch den Landkreis Gifhorn und die Samtgemeinde Papenteich hat vergleichbar wie bei anderen Kulturvereinen im Landkreis die finanzielle Sicherheit für ein Kulturangebot im Papenteich hergestellt. Auch die Gemeinden Meine und Groß Schwülper unterstützen Veranstaltungen, da sie Raum zur Verfügung stellen. Die erste Veranstaltung, ein Jazzkonzert auf dem Marktplatz in Meine kurz nach der Gründung, fand große Resonanz und füllte die Mitgliederliste angenehm auf.

Die Mitglieder erwarten allerdings kein Vereinsleben, der Vorstand konzentriert daher seine Arbeit voll und ganz auf das Jahresprogramm.

Geradezu ein Markenzeichen sind die Neujahrskonzerte mit einem abwechslungsreichen Musikangebot im Bürgerhaus Groß Schwülper geworden. Programmbeispiele: Operette mit den Salonlöwen und Susanna Pütters als Solistin, Irish Folk mit der Gruppe Garifin, Klezmer mit Helmut Eisel, Gospel mit Gottfried Böttger und Ken Norris, Boogie Woogie mit 8 to the bar. Das Bürgerhaus erwies sich auch als ein idealer Raum für Musik-Kabarett, z. B „Glanzlichter“ mit Gerlinde Kempendorff und Angelika Mann. Weitere Programmbausteine: Autorenlesungen in Zusammenarbeit mit der Samtgemeindebücherei und in der Kapelle Wedesbüttel, Komödien und Weihnachtsmärchen des Theatervereins Gifhorn, Konzerte wie z. B. „Salzburger Gitarrenkonzert“ in der Kirche St. Stefani. Noch recht neu ist die Entdeckung des Rathauses in Meine als Veranstaltungsort. In Zusammenarbeit mit der Samtgemeinde und der Gleichstellungsbeauftragten wurde „Kunst im Rathaus“ möglich: Ausstellungen für lokale Künstlerinnen und Musik, z. B. „ New Orleans im Ratssaal“ mit Gottfried Böttger und Reiner Regel oder auch die im Landkreis gut bekannten Monday Evening Stompers. Mittlerweile im vierten Jahr kommen im Herbst die „Heißen Kartoffeln“, eine Kabarettreihe in Zusammenarbeit aller Kulturkreise im Landkreis und der Sparkasse Gifhorn Wolfsburg. In der Mehrzweckhalle Groß Schwülper gastierten bisher Thomas Freitag, die Münchner Lach- und Schießgesellschaft und Bodo Wartke. Typisch: Zum Kabarettprogramm gibt es heiße Kartoffelgerichte.

Der Gründungsvorstand ist noch überwiegend im Einsatz und hat Freude an seiner Arbeit, Sorge macht allerdings die Förderung der Kultur angesichts knapper öffentlicher Kassen. Wenn auch das Kleine Zuckerhaus nicht als Haus für Kultur ausgebaut werden konnte, ist es als Gewerbeimmobilie zumindest ein Schmuckstück für das Zentrum geworden und soll Logo des Vereins bleiben.

Ingrid Richter